Manchmal muss man für einen guten Museumstag gar nicht weit weg. Am 17. Mai 2026 zum Internationalen Museumstag lohnt sich neben den Museen in Chemnitz auch der Blick ins Umland. Schloss Augustusburg, Familienburg Scharfenstein und Schloss & Park Lichtenwalde beteiligen sich mit Sonderführungen und Mitmachaktionen am Internationalen Museumstag – und alle drei Orte sind ohnehin gute Kandidaten für einen kleinen Sonntagsausflug.
Das Schöne daran: Es geht nicht nur um Vitrinen, Jahreszahlen und „bitte nicht anfassen“. In Augustusburg öffnen sich sonst verschlossene Bereiche, auf Scharfenstein wird im Mittelalterdorf gebacken, und in Lichtenwalde geht es um 300 Jahre Barockschloss. Das ist Kultur zum Reinlaufen, Mitmachen und Weitererzählen.
Schloss Augustusburg: Blick hinter verschlossene Türen
Auf Schloss Augustusburg gibt es am Internationalen Museumstag Sonderführungen durch verborgene Räume des Schlosses. Die Führungen starten nach Veranstalterangaben um 11, 13 und 15 Uhr. Dabei geht es in Bereiche, die sonst nicht einfach Teil des normalen Rundgangs sind.
Besichtigt werden unter anderem das Lindenhaus, der Kaisersaal und der Ausblick vom sogenannten Trompeterstuhl. Außerdem gibt die Führung Einblicke in den früheren Arbeitsalltag der Bediensteten und zeigt im Brunnenhaus, wie aufwendig die Wasserversorgung im 16. Jahrhundert war. Das ist genau die Sorte Schlossgeschichte, die mehr kann als schöne Fassaden: Man bekommt ein Gefühl dafür, wie viel Alltag, Arbeit und Logistik hinter so einem repräsentativen Ort steckte.
Familienburg Scharfenstein: Mittelalterlicher Backspaß
Auf der Familienburg Scharfenstein wird es am 17. Mai um 14 Uhr praktisch. Im Mittelalterdorf steht eine Sonderaktion mit historischem Backspaß auf dem Programm. Gemeinsam werden Brötchen nach historischem Rezept gebacken, dazu gibt es Einblicke in Zutaten, Mehlsorten und die Kunst des Brotbackens früherer Zeiten.
Das ist besonders für Familien ein schöner Termin, weil Geschichte hier nicht erklärt wird wie in einem Schulbuch. Sie riecht nach Holzbackofen, klebt vielleicht ein bisschen an den Fingern und endet im besten Fall mit einer Verkostung. Laut Veranstaltungsbeschreibung wird außerdem eigene Butter gestampft – also Mittelalter zum Anfassen, nicht nur zum Angucken.
Schloss & Park Lichtenwalde: 300 Jahre Barockschloss
Im Schloss Lichtenwalde beginnt am Internationalen Museumstag um 15 Uhr eine Sonderführung zu 300 Jahre Barockschloss Lichtenwalde. Im Mittelpunkt steht der Wandel von der mittelalterlichen Burg zur barocken Anlage. Dabei geht es um Geschichte, Architektur, prunkvolle Räume, Nutzung und Erhalt des Schlosses.
Zum Abschluss lädt das Teehaus zu einem Getränk ein. Das klingt nach einem ziemlich passenden Schlusspunkt: erst Schlossgeschichte, dann kurz sitzen, schauen, trinken. Lichtenwalde funktioniert ohnehin besonders gut als Ausflugsziel, weil Schloss und Park zusammen gedacht werden können. Wer also nicht nur eine Führung abhaken möchte, sondern einen kleinen Nachmittag daraus machen will, ist dort richtig.
Fazit: Museumstag geht auch als Ausflug
Der Internationale Museumstag 2026 ist nicht nur ein Chemnitzer Museumssonntag. Mit Augustusburg, Scharfenstein und Lichtenwalde liegen gleich drei starke Ausflugsziele in Reichweite, die an diesem Tag besondere Programme anbieten.
Wer große Schlossräume mag, fährt nach Augustusburg. Wer mit Kindern unterwegs ist, schaut nach Scharfenstein. Wer Barock, Park und Teehaus verbinden möchte, fährt nach Lichtenwalde. Und wer das Ganze als Chosy-Ausflug sieht, merkt schnell: Chemnitz entdecken heißt manchmal auch, kurz über den Stadtrand hinauszuschauen.