Mit „Utopia. Recht auf Hoffnung“ präsentieren die Kunstsammlungen am Theaterplatz in Chemnitz vom 11. April bis 16. August 2026 ein internationales Ausstellungsprojekt, das drängende Fragen der Gegenwart in den Mittelpunkt rückt: Wie wollen wir künftig auf dieser Erde leben? Welche Verantwortung tragen wir für unseren Planeten, für kommende Generationen und für ein solidarisches Miteinander?
Die Ausstellung, produziert vom Kunstmuseum Wolfsburg in Kooperation mit den Kunstsammlungen Chemnitz, versteht Utopie nicht als weltfremde Wunschvorstellung, sondern als Denkraum für Veränderung. Sie versammelt künstlerische Positionen, die angesichts globaler Krisen neue Perspektiven auf Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Zusammenleben eröffnen. Dabei geht es ausdrücklich nicht um naives Träumen, sondern um Hoffnung als Haltung, die den Realitäten standhält und zum Handeln anregt.
Gerade das macht „Utopia. Recht auf Hoffnung“ besonders sehenswert: Die Schau verbindet historische Reflexion mit radikalen Zukunftsentwürfen. Arbeiten von Kader Attia, Cao Fei, Tomás Saraceno, Cornelia Parker, Sven Johne und weiteren internationalen Künstlerinnen, Künstlern und Kollektiven zeigen, wie Kunst gesellschaftliche Fragen sichtbar machen und neue Vorstellungsräume eröffnen kann. Im Zentrum stehen Themen wie ökologische und soziale Gerechtigkeit, Widerstand, Erinnerung, Empathie und die Suche nach anderen Formen des Zusammenlebens.
Für die Chemnitzer Station wurde zudem eine eigene, konzentrierte Auswahl getroffen. Laut Kuratorin Sandy Becker rücken die Werke hier enger zusammen, sodass neue Nachbarschaften und ein intensiver Austausch entstehen. Die Ausstellung will damit nicht nur Denkanstöße geben, sondern ganz bewusst Impulse für den Alltag mitgeben — Hoffnung also nicht als abstrakte Idee, sondern als konkrete Kraft.
Auch der Ausstellungsort selbst ist einen Besuch wert: Die Kunstsammlungen am Theaterplatz zählen heute zu den großen Kunstsammlungen Deutschlands. Das Haus vereint bedeutende Bestände von der Malerei und Plastik über Grafik bis hin zu Kunsthandwerk und Design, mit Schwerpunkten auf Moderne und Gegenwart. Ein Besuch der Sonderausstellung lässt sich also ideal mit einem Blick in eine traditionsreiche und zugleich lebendige Museumslandschaft verbinden.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet rund um die Ausstellung außerdem ein Begleitprogramm mit besonderen Terminen, darunter eine Kuratorinnenführung am 26. April 2026, der Nachmittag des Engagements am 28. Mai, das Blind Art Date – Die Zukunftsedition am 4. Juni sowie weitere Veranstaltungen bis Ende Juli. Geöffnet ist bis Mai 2026 mittwochs bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr, ab Juni 2026 dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.
Utopia. Recht auf Hoffnung ist damit mehr als ein klassischer Ausstellungsbesuch. Die Schau lädt dazu ein, Gegenwart und Zukunft neu zu denken — ernsthaft, vielschichtig und mit künstlerischer Kraft. Wer sich auf diese Perspektiven einlässt, dürfte das Museum nicht nur mit neuen Eindrücken, sondern auch mit neuen Fragen verlassen.
Praktischer Tipp zum Schluss: Im Chosy gibt es einen Gutschein für die Kunstsammlungen am Theaterplatz — zwei Personen erhalten Eintritt zum Preis von einer.