Aktion

Blaue Schafe im Stadthallenpark

17. Oktober 2014 1 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion
KURZ EINGEORDNET

Bevor wir tiefer einsteigen: Hier kommt der schnelle Überblick für alle, die sofort wissen wollen, worum es geht.

  • Warum das Thema gerade spannend ist
  • Für wen sich der Tipp wirklich lohnt
  • Was man schnell mitnehmen kann

Im Park vor der Stadthalle sind heute über 60 Schafe anzutreffen. Die Polyester-Objekte grasen nicht, sie bewegen sich nicht, sie sind nicht lebendig und ziehen wohl trotzdem mehr die Blicke auf sich als ihre natürlichen Vorbilder. All das sind die Zutaten einer Kunstaktion, um die es sich bei der „Blauen Friedensherde“ des Künstlerpaares Bertamaria Reetz und Rainer Bonk auch handelt.

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Schon in ganz Europa waren sie seit 2009 unterwegs, u.a. in Städten wie Berlin und Linz, aber seit 2012 vor allem auch in Straßburg und Brüssel. Denn unter der Schirmherrschaft des EU-Parlaments steht die Aktion. Ihre Farbe stehe fürs Verbindende und lenke von der Form ab. Dadurch soll das Gefühl beim Betrachter vermittelt werden, dass sie alle von der gleichen Art seien und die gleichen Bedürfnisse haben. Ein Aspekt, welcher bei den vielen Diskussionen und politischen Prozessen oftmals in Vergessenheit gerät, so der Künstler Bonk. Doch die Sichtweisen auf das Projekt sind vielfältig und so steht auch der Künstler in einem kleinen Pavilion vor Ort, um mit den Passanten zu sprechen. Dies ist heute in Chemnitz nur noch bis 18 Uhr möglich, bevor die Herde weiterzieht. In jeder Stadt bleibt übrigens ein Schaf zurück, sodass bereits 100 Städte im Verbund der Friedensherde sind.

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