Lange bevor Handys klingelten, liefen im Luxor Filmpalast schon Streifen aus Hollywood, Babelsberg und Co. über die Leinwand. Hier suchte der Hobbit den Ring, die Aliens wurden am Unabhängigkeitstag vertrieben und Filme, an die sich nicht einmal mehr die Schauspieler selbst erinnern, wurden gezeigt.
Seit vergangener Woche ist im Luxor Filmpalast an der Hartmannstraße in Chemnitz nun Ruhe und Dunkelheit vorherrschend. Nicht nur wie vergangenes Jahr über die Sommermonate, sondern dauerhaft. Die Schließung hatte sich freilich schon länger angekündigt und damit ist nicht der Niedergang der Kinos durch kino.to gemeint oder die defekte Leuchtreklame am Haus selbst…
Denn auch im Umfeld des Kinos ist es nicht mehr so belebt wie einst. Neben dem Luxor Filmtheater steht verlassen das ehemalige el taco, vormals Brasserie Luxor, vormals… eine der typischen Wechselkneipen. Die Straße selbst ist noch immer eine Sackgasse, soll aber bald durch die Vollendung des hundertjährigen Brückenbaus erlöst werden. Der Brückenbau selbst inklusive „Hausrückbau“ wäre wohl reif für eine Verfilmung. Als einer der letzten Filme wurde übrigens der Coen-Western “True Grit” gezeigt. Bekanntlich ist dieser eher melancholisch endende Film eine Neuverfilmung von “Der Marshall”. Cinestar hat sich zwar zurückgezogen – aber vielleicht gibt es bald auch hier einen Neubeginn unter anderem Namen. Und so wie die Presseberichte lauten, gibt es einige Interessenten (auch Kinoketten) fürs Haus. Bleibt also abzuwarten, ob es eine Fortsetzung fürs Luxor gibt.



