Neue kapitale Touristenattraktion auf der Brückenstraße! Beinahe unbemerkt von den Chemnitzern erfolgte die Installation.
40t schwer, 13m hoch. Und dieses Jahr feiert er seinen 40. Er ist, so scheint es, das einzige Motiv, was Touristen in der Stadt für etwa fünf Minuten interessiert, da es ja auch sonst ringsum nicht viel zu sehen gibt. Trotzdem hat das Marx-Monument schon manchen Pubertären zu bronzezeitlichen Sprüchen fürs Stadtmarketing herausgefordert.
In der Stadt kann man sich durchaus verfolgt von Marx fühlen, gleich recht, wenn man die als Popkultur angedachten Verarbeitungen mit einbezieht bzw. als solche anerkennt.
Eine ganz andere Richtung geht der Chemnitzer Künstler Hans-Dieter Kloß. Kloß, der gelernter Tischler ist und mit Erich-Honecker-Räuchermännchen schon beim mdr zu sehen war, fertigt aus Kirschkernen die kleinsten Marx-Monument-Repliken an. Seit einiger Zeit ist nun am Sockel des großen Zwillingsbruders auch ein winziger Marx im Kirschkern angebracht. Zusammen mit einer etwas schrulligen Botschaft, doch eine kleine Spende zu hinterlassen.
