Aktion

Kunstsammlungen sind Museum des Jahres

13. Oktober 2010 2 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion

„Edvard Munch in Chemnitz“, „Ernst Ludwig Kirchners Deutschlandreise“ und Bob Dylans Aquarelle sind nur drei der vielen Ausstellungen, für welche die Kunstsammlungen Chemnitz innerhalb der letzten Jahre deutschlandweit Aufmerksamkeit bekamen. Für die Aufbauarbeit seit 1990 wurde dem Museum von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA nun der Titel „Museum des Jahres“ verliehen. Der Berliner Verband besteht seit 1958 und zeichnete seit 2004 u.a. das Staatliche Museum Schwerin, das Museum Wiesbaden und das Museum Morsbroich in Leverkusen aus. Gelobt wird der Ausbau der Villa Esche mit dem Henry-van-de-Velde-Museum und das gestiftete Museum Gunzenhauser sowie die Sammlung Flügge, wie der Verband schreibt:

Die sehr wechselvolle Geschichte, die die Kunstsammlungen nach 1933 erlebt und erlitten haben, teilen sie mit den meisten anderen bedeutenden Museen in den heutigen „neuen“ Ländern, aber erschwerend hinzu kommt der beispiellose Niedergang der einst so wohlhabenden Industriemetropole Chemnitz, die übrigens erst seit 1920 Trägerin der als Bürgerinitiative entstandenen Kunstsammlungen ist. Anders als in Dresden oder Leipzig, wo Bürgerstolz sich stets auch auf die Kunstmuseen richtete, musste in Chemnitz nach der Wiedervereinigung quasi von Grund auf gearbeitet werden.

Am Theaterplatz ist derzeit die Sammlung Claus Hüppe zu sehen, ab dem 17. Oktober können 125 Jahre Jüdische Gemeinde in Chemnitz sowie eine Ausstellung zum ars viva Preis besucht werden. Wer nach der Erweiterung noch nicht wieder im Museum war, sollte das Herbstwetter ohnehin für einen Besuch nutzen. Im Museum Gunzenhauser startet am 7. November die Sonderschau „Helmut Kolle – Ein Deutscher in Paris“.

Gutschein für die Kunstsammlungen Chemnitz im Chosy Guide 2010/11
Kunstsammlungen Chemnitz
Museum am Theaterplatz, Museum Gunzenhauser, Schloßbergmuseum
Zu den Kunstsammlungen Chemnitz mit 170.000 Exponaten gehören das Museum am Theaterplatz, Museum Gunzenhauser und das Schloßbergmuseum. Kernstück des Museums sind die Werke des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluffs. Das Museum Gunzenhauser zeigt werke des 20. Jahrhunderts, darunter arbeiten von Otto Dix, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner oder Max Beckmann. Das Schloßbergmuseum bietet einen umfassenden Überblick über die spätgotische Schnitzkunst. Chosy bestellen >
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