
Schon wieder ein Monat vorbei und wir haben kaum was im Blog geschrieben. Letzten Monat haben wir uns noch rausgeredet, dass ja Sommer war, nungut, diesmal… ähm… hatten wir doch einen schönen Altweibersommer, oder? Hier sind jedenfalls wieder die zehn verrücktesten Ereignisse aus dem September 2010 in Chemnitz:
10. Bücher sind total wertlos. Bei einem Einbruch ins Agricola Gymnasium blieb nur das Bücherlager unversehrt. Anscheinend wurden die Täter von dem Raum derart abgestoßen, dass sie ihn nicht einmal öffneten. Der Verdacht fällt auf die Pennäler. Größtes Problem ist jedoch die zerstörte Kaffeemaschine. Lehrer schlafen mitten im Satz ein und keiner bemerkt es. Eine Notration Afri-Cola fürs Agri-Cola Gymnasium ist auf dem Weg.
09. Die „Freizeitlärm-Richtlinie“ (!!) sollte eine Skaterrampe zu Fall bringen. Die Skater waren so laut, dass sogar der Einzug der Musikanten ins Stadl nicht mehr zu hören war.
08. Acht Siege haben den CFC in der Regionalliga Nord auf Platz 1 der Tabelle befördert. Ob es auch am 27. Oktober im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart so erfolgreich weitergeht? Egal auf was ihr wettet, keinesfalls solltet ihr das Orakel im Tierpark befragen.
07. Was macht ein regionaler Fernsehsender, wenn er zu viele kleine Brötchen gebacken hat? Er stellt seine Moderatorin hinter die Theke und lässt sie jene verschenken. Die Speisung der Zehntausend wurde dank der berüchtigten Nörgler-Kommentare von der Seite der Station noch um abgegebenen Senf aufgewertet. Braucht es nur noch ein Wurstblatt, was den Belag spendiert.
06. Die Uni schrieb „Eine besondere Liebeserklärung an Chemnitz“, was Sachsen-Fernsehen auf „Liebeserklärung an Chemnitz“ verkürzt und die MoPo sprachgewandt auf „Student drehte eine Liebeserklärung“ verwandelt. Die Lokalmedien haben das „Safety Dance“-Video entdeckt. Die Morgenpost fand am 30. September sogar heraus, dass der Clip jetzt-nun-gerade „erst wenige Tage“ online stehe. Genau genommen wenige Tage seit dem 27. August. Was sagt euch das? Immer schön den Chosy Blog lesen.
05. Oben hoch vom Mast rief sie „Zu Hilfe – so helfet mir doch!“. Doch der Ruf blieb unbeantwortet und die Kameraden konnten nur mehr ihre schlaffe Leiche vom 43m hohen Funkturm bergen. Die Angehörigen der verkleideten Müllsackpuppe erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Rettungskräfte.
04. Seltsam gemusterte Polstermöbel und holzimitierte Schrankpanzer stehen wieder an den Chemnitzer Straßen. Ja, es ist Herbst und Sperrmüllsaison! Umweltschützer kritisieren, dass es meist nur der veränderte Geschmack ist, der zur Entsorgung intakter Gegenstände führt. Wir haben jedoch Verständnis, schließlich ist der Couch-Kauf vom vergangenen Wochenende schon vor fünf Tagen gewesen. Man muss mit der Zeit gehen.
03. Chemnitzer Hunde sind verwirrt. Erst müssen sie an die Leine. Dann sollte die neue Polizeiverordnung wieder gelockert werden und die Bellos wedelten schon freudig mit dem Schwanz. Letztlich entschied der Stadtrat aber gegen die Lockerung. Was den Rechtsbürgermeister dazu bewog, die erneute Änderung vorzuschlagen, bleibt letztlich unklar. Ein eigener Hund?
02. Das alte Gefängnis auf dem Kaßberg steht zum Verkauf. Falls sich keine Kaufinteressenten finden, will der Staat die alten Mauern weiter nutzen. Da für den Umbau jedoch kein Geld da ist und es auch nicht weiter als Anstalt dienen soll, sind kreative Ideen gefragt. Die Stadt hat bereits jetzt den Preis für den vorhersehbarsten Vorschlag gewonnen. Dessen Anfangssilbe lautet „Ab“ und hört auf mit „riss“. Bagger ahoi!
01. Eins. Wenn Erdgas und Strom sich treffen, wird’s heiß. Entsprechend explosiv waren die Diskussionen zur Fusion von den Stadtwerken Chemnitz und Erdgas Südsachsen. Selbst größte Emotionen wie Liebe und endemische Synergieeffekte bändigten nicht die Kritiker. Ein Posten im Aufsichtsrat von Eins für einen der größten Gegensprecher aus den Reihen der Mövenpick-Partei war „trotzdem“ drin. Die größere Katastrophe ist in den Ohren der Chemnitzer jedoch die neue in Berlin erfundene Firmierung ihres Braunkohleverwerters, klingt „Eins“ doch wie der Versuch der Preußen den sächsischen Dialekt auszurotten. Es lebe die Ähns!
