Das Haus an der Hartmannbrücke (Hartmannstr. 16) ist weg und die Szenerie zeigt sich verändert. An der Brückenbaustelle spazieren alltäglich Schaulustige umher und man kann z.B. Gesprächsfetzen hören wie: „…und das andere Haus da drüben machen se auch noch weg?“ oder „Endlich kann der Brückenbau weitergehen“. Andere trauern dem orangen Gründerzeitbau hinterher. Einer von den Trauernden muss wohl auch der anonyme Uploader sein, der das von der Stadt beauftragte Gutachten von Prof. Jäger aus Radebeul zur Standsicherheitsbewertung jedem kommentiert zur Verfügung stellt:
Gutachten 1 zur Standsicherheitsbewertung Hartmannstraße 16 in Chemnitz (Auftraggeber: Stadt Chemnitz, Bearbeiter: Dr. Ing. Eckard Bothe)
Darin heißt es etwa:
Die Aussage wurde auf einem relativ geringen Kenntnisniveau zur derzeitigen Baugrundsituation getroffen. Eine Verifizierung der getroffenen Aussage würde weitergehende Baugrunduntersuchungen (Rammkemsondierung mit Kennwertermittlung oder Aufschluß über Baugrundbohrungen) sowie Fundamentsondierungen erforderlich machen. Diese werden jedoch durch die anzunehmende Gefahrensituation erschwert und erfordern zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen…
Woraufhin der anonyme Uploader schreibt:
Mit der Konstruktion der Gefahrensituation werden alle weiteren Untersuchungen blockiert, die eine Aufklärung bringen können.
Auch weitere rote Anmerkungen zeigen etwaige Fehler im Gutachten auf. Ebenso online steht das zweite private Gutachten, was von einem möglichen Käufer beauftragt wurde und Lösungsvorschläge machte:
Gutachten 2 zur Standsicherheitsbewertung Hartmannstraße 16 in Chemnitz (Bearbeiter: Dipl. Ing. Ingolf Roß)