„Kuhtopia – Die verrückte Stadt“ ist nicht etwa der neueste Film zum Jahr 2012 von Roland Emmerich, sondern eine Ausstellung mit Kinderzeichnungen. Um die Zukunft geht es aber trotzdem, zeigen die Gebrüder-Grimm-Schüler doch auf ihren Bildern, wie sie sich die Zukunft von Chemnitz vorstellen.
Dazu gehört die Disco auf dem begrünten Hochhausdach und natürlich viele Tiere. Diese will auch die Künsterlin Dagmar Ranft-Schinke, welche zusammen mit den Kindern die Bilder gezeichnet hat, auf urbane Freiflächen holen – am besten bald ins verdschungelte Contiloch. Das Vorurteil von rosa oder lila Kühen in den Kinderköpfen der Großstadt hat die Ausstellung jedenfalls schon wiederlegt, alle abgebildeten Kühe haben vier Beine und ein natürliches Muster.
Zu jeder Ausstellung gehört ein Raum – hier ist es für die witzigen und spannenden Bilder die nüchterne, geschäftige Schalterhalle der Deutschen Bank. Dass die Kuh-Ausstellung nun gerade dort ist, wo es ums geldhafte Kleinvieh (pecunia) geht, ist schon verrückt. Verrückt ist auch, dass auf einem der Bilder der „Chef“ der Bank während der Pause die Tomaten im Hinterhof gießt, worüber sich die Geschäftsleitung freut. Also Deutsche Bank, lasst Taten folgen und baut am Ufer der Chemnitz eine Plantage oder ihr bringt Kühe zum fliegen.

