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Chemnitz, Karl-Marx-Stadt und wieder Chemnitz

23. April 2010 2 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion
KURZ EINGEORDNET

Bevor wir tiefer einsteigen: Hier kommt der schnelle Überblick für alle, die sofort wissen wollen, worum es geht.

  • Warum das Thema gerade spannend ist
  • Für wen sich der Tipp wirklich lohnt
  • Was man schnell mitnehmen kann

Heute vor zwanzig Jahren, im April 1990, war es vorbei mit dem sperrigen und schweren Namen für unsere Stadt – Karl-Marx-Stadt wurde wieder Chemnitz. Basisdemokratisch als Zeichen der angekommenen Wende wurde die 37 Jahre währende „Auszeichnung“ wieder von Ansichtskarten, Landkarten oder Ortsschildern gestrichen und in den Köpfen war Platz für ein neues Bewusstsein.

Trotzdem ist der Philosophen-Name nicht in Vergessenheit geraten. Vielleicht weil das größte Haupt der Chemnitzer samt dem bei jungen Menschen beliebten Spruch noch immer an ihrem Platz im Zentrum stehen? So findet man ihn auf Flyern, Graffitis, T-Shirts und allen erdenklichen Grafiken immer wieder popart-ähnlich verarbeitet, das Brauhaus gegenüber trägt seinen Vornamen, Logos wie das der neuen Boulder-Lounge bedienen sich dem Monument-Motiv, es gab ihn in 3D und begehbar auf Augenhöhe als Museum und selbst auf Gutscheinbüchern ist er auf dem Cover zu finden. 😉 Der eine Song meint „I like Karl-Marx-Stadt“ und ein anderer meint „Du bist KM-Stadt“ – nicht nur für Touristen ist der Kopf ein briefbeschwerendes Symbol der Stadt, sondern auch für Jugendliche – mindest aber eine beliebte Skater-Plattform.

Kleine Presseschau: Die Leipziger Volkszeitung hat unter der Überschrift „Klassiker adé – Das Aus von Karl-Marx-Stadt vor 20 Jahren“ einen Artikel gewidmet, die Berliner Zeitung hat zumindest eine kurze Notiz übrig und die Chemnitzer Morgenpost schreibt „Chemnitz feiert Chemnitz„.

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