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Chemnitz im Januar 2010

2. Februar 2010 4 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion
02. Winter in der Universitätsstadt
02. Winter in der Universitätsstadt

Wieder einmal sind 744 Stunden vergangen, indem uns ein Monat die Chance bot, in Chemnitz etwas zu erleben. Wer dies trotz unserer Kultur- und Freizeittipps im Chosy Chemnitz Blog verpasst hat, dem möchten wir hiermit all jenes festhalten, was sonst noch so passierte in der Stadt der Moderne. Denn im ersten Monat des neuen Jahres gab es wieder einige Ereignisse, die es ins Programm jedes Kabaretts schaffen könnten. Falls ihr ein solches auf die Schnelle veranstalten wollt, haben wir hier für euch die Top 10 des Irr-, Un- und Wahnsinns zusammengetragen.

10. Nachdem im Mai 2009 ein Blitz die Rathausuhr stillegte, blieb im Januar 2010 jene am alten Rathaus ab und an stehen. Angeblich wurde beobachtet, dass dies kurz vor Zwölf geschehe. Ganz Chemnitz rätselt, was die Uhr uns damit bloß sagen will? Einige Verwaltungs-Mitarbeiter sehen darin einen bösen Sabotageakt an ihrer Mittagspause. Die Stadtsprecherin hingegen beruhigt, schließlich gibt es eine zweite Uhr in Chemnitz am anderen Turm, nach der wir unsere Uhren stellen können. Alle Bauern und Mönche auf dem Schlossberg atmen tief durch.

09. Während die Stimmung im Land eher gegen die Banken spricht, baut die Stadt eine Brücke der Verständigung über die Chemnitz zum Ackermannschen-Kreditinstitut auf der anderen Seite des Flusses. 105 Jahre nach der Gründung der Künstlergruppe Brücke und Namensgebung durch Schmidt-Rottluff, erfolgt damit ein motorischer Aufbruch zu neuen Parkmöglichkeiten jenseits des Falke-Platzes. Dies erfolgt über eine Brücke, die eigentlich niemand will, niemand als sinnvoll erachtet, aber aufgrund von irgendwelchen Vertrags-Schriftstücken mit den amerikanischen Eignern notwendig ist.

08. Einbrecher in Friseursalons klauten dort Perücken. Obwohl angeblich wertvolle Haarfärbemittel in den Regalen standen und mehrere tausend Euro in der Kasse lagen, nahmen die Gauner nur die Echthaarteile mit. Fantômas wurde bereits befragt, die Beamten konnten aber weder Französisch noch Englisch sprechen, woraufhin sie die Ermittlungen in diesem haarigen Fall entnervt aufgaben.

07. Während Harald Schmidt mit chinesischen Hundewitzen beachtliche Lacher erzielt, fällt uns zum Hundedieb vom Sonnenberg mangels entsprechender Restaurants im Stadtgebiet keine Analogie ein. Der Hund Caspar, entführt von einem Mann, kam jedenfalls wieder heim. Die Hundesteuer soll übrigens erhöht werden. Den Witz zur Geschichte reichen wir nach.

06. Nachdem die Villa Zimmermann prunkvoll Ende 2008 eröffnet wurde, eine kurze „Sommerpause“ einlegte, die für den Club bis in den Dezember reichte, ist jetzt eine „Winterpause“ angesagt. Mitte April wird wieder eröffnet, solange keine Frühjahres- oder Osterpause dazwischen kommt.

05. Nein, liebe Stadtbibliothek, Strom wiegt manchmal nicht nur 1g. Wie schwer es wiegt 21 Stunden ohne Strom zu sein – das können uns zehntausend enviaM-Kunden westlich der Stadt berichten. Charaktere in World-of-Warcraft konnten nicht weiterentwickelt werden, die 13567te Tütensuppe von „Barbara – Wege zum Glück“ fiel für die Betroffenen aus und der Oberbürgermeister Hohenstein-Ernsthals hofft auf eine Gewichtszunahme bei jungen Frauen in etwa neun Monaten.

04. Nachdem die Innenstadt, nach Ansicht mancher Jugendlicher, erfolgreich beruhigt wurde, sind nun die noch ausreichend grün verdichteten Stadtteile ins Visier der Stadtberuhiger gekommen. Ihr Mittel ist der Flüsterasphalt. Ein Bitumen mit Schlaglöchern, der lästige tiefer gelegte Golfmodelle samt der halbstarken Musik schlucken soll. Unsere Heimatzeitung zeigt sich wie immer jugendnah und plant bereits Teufel ein entsprechendes Maskottchen an die erfolgreichsten Schlaglochmonsterjäger zu verteilen.

03. Die CVAG investiert weiter in die web 2.0-Tauglichkeit ihrer Verkehrsmittel. Bereits 100 Kameras wurden installiert, welche die Facebook-Galerien der Nahverkehrsbetriebe mit amüsanten Motiven vollgestopfter Studentenbusse versorgen. Nachdem die Videoüberwachung in den Bussen bereitwillig von der Bevölkerung akzeptiert wurde, planen die großen Nahverkehrsbrüder demnächst Nacktscanner mit Twitpic-Übertragung einzusetzen. Die männlichen Busfahrer waren einstimmig dafür.

02. Katastrophe! Die Innenstadt menschenleer: Geschäfte, Passagen und Cafés bleiben angesichts der gespenstisch weißen Bedrohung unbesucht. Was war passiert?! Daisy und Jennifer, zwei meteorologische Monster, suchten die Stadt mit Schneechaos heim. Kurz notiert: es ist mal wieder Winter in Chemnitz.

Passend zu den Januar-Temperaturen in Chemnitz hat unser Tierpark einen sibirischen Tiger bekommen. Der männliche Tiger Prinz kann nun mit Taiga in der Tundra… königlich spazieren gehen.

01. Wie verschiedene Internet-Foren und Initiativen zeigen, scheinen Chemnitzer besonders gern zu meckern unkonstruktiv Kritik abzugeben. Umso bemerkenswerter sind die Initiativen des Rathauses, die Bürger zu verschiedenen Belangen zu befragen. Nachdem Bürgermeister Runkel zur Sicherheit eine Umfrage startete, fragt nun das Stadtplanungsamt die Wohnwünsche ab. Die Mehrzahl der telefonisch interviewten Chemnitzer wünscht sich demnach freundlichere Nachbarn, die z.B. im Treppenhaus nicht rauchen, keine laute Musik hören, nicht auf dem Balkon sitzen, die Fenster geschlossen halten und auch sonst nicht in Erscheinung treten. Die Stadt plant entsprechend umfangreiche Abrissmaßnahmen.

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