Event

Gefängniseingänge mit Gefängnisautomaten

20. Januar 2010 2 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion
KURZ EINGEORDNET

Bevor wir tiefer einsteigen: Hier kommt der schnelle Überblick für alle, die sofort wissen wollen, worum es geht.

  • Warum das Thema gerade spannend ist
  • Für wen sich der Tipp wirklich lohnt
  • Was man schnell mitnehmen kann

„die Wohnheime, wo die Fensterreihen nach Gefängnis aussehen, und es sind Gefängniseingänge mit Gefängnisautomaten, die deine Studentenkarte kurz fressen und dann die Türen aufschnappen lassen“

tu_chemnitz_fensterThomas Lisowsky liest das erste Mal vor Chemnitzer Publikum – in der Uni-Bibliothek heute um 19 Uhr. Nach der “Langen Nacht der Bibliothek” eine weitere Kulturveranstaltung der Leihbücherei. Der Student aus der Philosophischen Fakultät, 1987 in Berlin geboren, mit den Fächern Germanistik, Philosophie und Politik war 2009 einer der beiden Erstplatzierten beim ZEIT-Campus-Schreibwettbewerb. Gewonnen hat er mit dem Text Berufsqualifizierend. Zu den 1121 Einsendungen des Wettbewerbs sagte die in der Jury sitzende Germanistikprofessorin Sandra Richter in der ZEIT: „dass die meisten der Geschichten sich thematisch zwischen Anpassung und Aufbruch verorten“. An Thomas Lisowskys wurde vor allem der „eigene Ton“ gelobt. Und so beschreibt er zwischen zynisch-trocken und nüchtern-spritzig den Alltag mit den wörtlich dazugehörigen Sorgen als Nachwuchs der „sekundären Wissenschaften“. Von der Anwesenheitsliste bis hin zum Praktikumsplatz lebt der Ich-Erzähler vom Abend in der Kneipe bis zur nächsten Vorlesung.

Gerade für die Uni und ihre Bibliothek scheint die Preisträgerschaft und die Veranstaltung einen gewissen außergewöhnlichen Charakter zu haben, betont die „Alma Mater“ doch gern angepasst an die Bedürfnisse der Wirtschaft nach Jungingenieuren ihren technischen Charakter. Im Text von Lisowsky fällt dazu dieser Nebensatz: „oder sie lernen was über das Drehmoment von Schrauben und verpassen doch all die richtigen Momente“. Aber auch andere Texte wird Lisowsky lesen. Einen mit dem Titel „Nagaska“ haben wir noch hier gefunden.

Was? Lesung von Thomas Lisowsky
Wann? 20. Januar um 19 Uhr
Wo? Universitätsbibliothek, Straße der Nationen 62 (Eingang Bahnhofstraße 2), 2. Obergeschoss, Raum 226

Passende Beiträge zum Weiterlesen.

Weitere Entdeckungen, die gut zum Beitrag passen.