Wie so viele Burgen ist auch das Wolkensteiner Bauwerk ein Schloss. Die Doppelbezeichnung deutet auf eine längere Geschichte hin, in der die Anlage umgebaut wurde.
Von Chemnitz ist das Ausflugsziel im Erzgebirge über die B 174 und Scharfenstein innerhalb von 30 min erreichbar; mit der Erzgebirgsbahn innerhalb von 51 min. Natürlich kann man auch wandern. 😉
Vom Bahnhof oder Parkplatz sieht man hoch oben über der Zschopau die auf dem Fels stehende herrschaftliche Anlage. In etwa 15 min kann man die 100 Höhenmeter über den Waldweg überwinden. Vorbei geht es an der Wolfsschlucht und ein paar schönen Ausblicksstellen.
Die Anlage geht aufs 13. Jahrhundert zurück. Das ausgestorbene Adelsgeschlecht der Waldenburger erweiterte mit ihr das Herrschaftsgebiet gen Süd-Osten. Später war Burg Wolkenstein Jadgschloss, noch später Strafanstalt, heute Heimatmuseum. Ebenso befindet sich die Gaststätte „Zum Grenadier“ im Hof, welche allerdings bei unserem Besuch geschlossen hatte und auf einem Schild um Reservierung gebeten wurde, ob das generell der Fall ist, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Wer ohnehin lieber Erholung sucht, kann im benachbarten Warmbad die älteste sächsische Thermalquelle (Silber-Therme) besuchen. Diese hat Kur-Charakter.
Wie auch in Augustusburg, Scharfenstein und Lichtenwalde kann auf Burg Wolkenstein jeder Prinz seiner Auserwählten (und andere Varianten) das Ja-Wort für eine gemeinsame steuerliche Veranlagung geben bzw. romantisch einen Vorwand für eine große Hochzeitsfeier mit entsprechenden Geschenken finden. Alternativ kann man in der Folterkammer… Ausstellungen anschauen.
Tipp: Am Männertag ist auf Burg Wolkenstein jedes Jahr viel los.



