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Sekträtsel in Chemnitz

16. November 2009 1 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion

sekt_chemnitzZum Jahresende wird das Rotkäppchen und der Fürst von Metternich wieder zu Gast an vielen Tischen sein. Bei einigen stehen sie  kartonweise von den Autokäufen der letzten zehn Jahre oder dem kürzlich abgewrackten Trabant als Präsente im Keller herum – Sektflaschen. Wer eine ansehnlichere Flasche als „Allzeit gute Fahrt – ihr Autohändler“ für diesen oder jenen Zweck sucht, sollte sich „Impressionen Chemnitz“ auf die Einkaufsliste ins I-Phone schreiben oder genauer gesagt: den Chemnitz-Sekt.

Etliche der perlenden Schaumweine stehen in grünen Flaschen für 3,49 Euro in einem Chemnitzer Verkaufsregal. Das Etikett zeigt die „üblichen Verdächtigen“, wenn es um „Impressionen aus Chemnitz“ geht: Roter Turm, Rathaus, Marx-Monument und Oper. Darunter ein Regalboden mit Dresdner Flaschen. Hier sind die Motive auf den Etiketten ebenso grünlich beliebig (Semperoper, Frauenkirche, Zwinger), die Flaschen aber fast ausverkauft. Von Chemnitz sind noch etliche Dutzend Flaschen vorhanden, von Dresden nur fünf. Im Klartext: im Sektflaschen-Städteranking liegt Dresden damit eindeutig vorn. Warum nur?

Feiern die Chemnitzer lieber mit Dresden-Flaschen? Schenkt der Chemnitzer seinen ausländischen Bekannten in Übersee und Thüringen eine Dresden-Flasche, da Chemnitz in Gesprächen mit Ortsunkundigen ohnehin „bei Dresden“ liegt? Oder werden in Chemnitz zu wenige Flaschen für Stapelläufe von Schiffen benötigt? Man weiß es nicht. Habt ihr eine Antwort?

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