Nicht oft sind Chemnitzer Unternehmen in überregionalen Medien vertreten. Das Ende des Mitarbeiterbeteiligungsmodells nach 12 Jahren beim ältesten deutschen Werkzeugmaschinenbauer, der Union, hat nun die DW in die Stadt geführt. Dies inbesondere, da das Thema in der Krise als Instrument der sozialen Marktwirtschaft wieder aktuell geworden ist, wie das Handelsblatt in einer langen Analyse befindet. Die Ursache für die Beendigung: die Banken kritisierten schon 2004 die fehlenden Wachstumsmöglichkeiten und ein Investor wurde beteiligt, der nun die kompletten Anteile kaufte.
Der DW-Beitrag startet am Marx-Monument mit einem der Initiatoren der Beteiligungsgesellschaft, dem Betriebsratschef Freimut Aurich. Das Monument stellt er als touristisches Wahrzeichen der Stadt heraus, um den pragmatischen Anspruch des Modells zu unterstreichen. Jeder der zwei Parteien darf noch ein Statement abgeben: Geschäftsführer Glanz stellt heraus, dass die Kredite für neue Investitionen nun einfacher zu bekommen sind. Die Entscheidungsprozesse seien zu kompliziert gewesen. Ein befragter Mitarbeiter drückte hingegen sein Bedauern aus. Schlusspunkt des Beitrags: der Gewinn der Mitarbeiter beim Verkauf. Dahingegen sieht das Handelsblatt einen zu geringen Kaufpreis und zitiert Glanz mit den Worten „Für die Mitarbeiterbeteiligung sei die Zeit bei der Union abgelaufen“.