Etwas bedrohlich angesichts ihrer Größe erhebt sich seit Donnerstag vor der Oper eine Stahlfigur. Gleichsam wirkt sie leicht, agil und aufstrebend aufgrund ihrer Schemenhaftigkeit. So scheint die Skulptur sich aus ihrer Bodenplatte zu lösen, in welcher ein Negativrelief ihrer zu sehen ist. Ihr Künstler ist der Chemnitzer Michael Morgner, welcher vielen nicht nur durch ein gleichartiges Werk vorm envia-Gebäude bekannt sein dürfte. Die sechs Meter hohe Figur auf dem Theaterplatz mit dem Titel „Schreitender“ symbolisiere das Aufrechtgehen. Der Verein für Kunst Chemnitz hatte am gestrigen Sonntag zu einer Veranstaltung zu den künstlerischen Auswirkungen des Herbst ´89 eingeladen. Bis Ende Januar wird der Schreitende noch vor der Oper stehen.
Vor der Kunsthalle in Schweinfurt steht im Rahmen der Ausstellung „20 Jahre Deutsche Einheit“ derzeit eine weitere Ausführung.
