Nach erfolgreichem Start der Jazz-Serie mit ausverkauften Konzerten von Bugge Wesseltoft, dem Neil Cowley Trio und der sagenhaften Hiromi Uehara wurde mit dem Benjamin Faugloire Project am 15.10. zunächst ein Schlusspunkt der Präsentation junger Pianisten gesetzt. Im Herbst und Winter wird den Blasinstrumenten Aufmerksamkeit geschenkt. Ob als Trio, im Ensemble oder als Big Band – Trompeten, Posaunen und Saxophone geben den Ton an. Wieder werden die jungen Stars von heute und morgen vorgestellt. Vorfreuen dürft ihr euch auf London Horns aus England und das Five Corners Quintet aus Finnland, die mit ihrem frischen und groovigen Sound bereits in der Zusammenarbeit mit internationalen Größen wie Till Brönner, Mark Murphy und Quincy Jones für Furore sorgten und genau das richtige für die kalte Jahreszeit sind. Aber auch die in Leipzig ausgebildeten Saxophonisten Johannes Moritz und Simon Bodensiek zeigen mit ihren Ensembles, welches professionelle und frische Potential es in der Region zu entdecken gilt.
Die Termine im Herbst und Winter:
22. 10. 09 21:00 Jazz Your Ass Jamsession
06. 11. 09 21:00 Simon Bodensiek Quartett (Berlin/Leipzig) | 9€/7€
12. 11. 09 21:00 Jazz Your Ass Jamsession
20. 11. 09 21:00 special | FIVE CORNERS QUINTET | 20€/15€
04. 12. 09 21:00 The sconemakers (Hamburg/Leipzig) | 9€/7€
11. 12. 09 21:00 JAZZyourASS – spezial LIVE: London Horns | 20€/15€
23.12. 09 21:00 Jazz Your Ass Jamsession | Eintritt frei!
08. 01. 10 21:00 Spielvereinigung Süd | 12€/9€
29. 01. 10 21:00 „71 Jahre Blue Note records“
05. 02. 10 20:00 triOzean | 9€/7€
19. 02. 10 20:00 Anthony Strong | 20€/15€
05. 03. 10 21:00 Tripol | 9€/7€
18. 03. 10 21:00 TIM COLLINS und Band | 20€/15€
09. 04. 10 20:00 Abert Vila | 9€/7€
23. 04. 10 21:00 Portico Quartet | 20/15€
Die Veranstaltungen finden jeweils im Weltecho (Annaberger Str. 24) statt.
Jemand, der des Öfteren bei Jazz your ass zu finden ist, ist Katrin Kropf von RockZOOM.de. Sie arbeitet seit August im Tietz als Bibliothekarin für die kommende Virtuelle Bibliothek. Gegen Abend wird der Geräuschpegel deutlich gehoben und sie widmet sich ganz ihrer Plattensammlung und der Entdeckung neuer innovativer Künstler. RockZOOM.de selbst ist seit dem 07.07.2007, 7:07 Uhr online und Katrin von Anfang an dabei. Was RockZOOM von anderen Musikmagazinen unterscheidet, ist, dass dort nicht nach dem Schema News-Reviews-Interviews gearbeitet wird und auch nur solche Sachen empfohlen und fotografiert werden, an denen ihnen wirklich etwas liegt. So schreibt Katrin z.B. hin und wieder über Konzerte im Subway to Peter. Lest mal rein in ihre Rezension über BENJAMIN FAUGLOIRE [PROJECT] @Weltecho, Chemnitz | 15.10.09:
Den Anfang der Jazzorgie, die unter dem Banner des “Jazz Your Ass” stattfand, machte die FUNDAMENTALE RHYTHMUSMAßNAHME aus Chemnitzer Gefilden. Das ein oder andere Gesicht ist mir noch aus den regelmäßig stattfindenden Jam Sessions im Weltecho bekannt. Eine knappe halbe Stunde überzeugte das Trio an Bass, Synthesizern und Drums. Hin und wieder kam eine gedämpfte Trompete mit Hall ins Spiel; die kühle Elektronik mit Drone-Elementen unterstützte diesen distanzierten Effekt und das klirrende Drumming tat sein Übriges, um die Kompositionen in ihrer Weite und Kühle sehr nordisch klingen zu lassen. Breitbandkino und wohlgeformter Surroundsound selbst in der ersten Tischreihe sorgten für eine optimale Einstimmung in den Abend.
Weitaus freundlicher, wenn auch mit melancholischer Note, präsentierten sich BENJAMIN FAUGLOIRE und seine beiden Mitstreiter Denis Frangulian und Jerome Mouriez. Den zugänglichen Piano Jazz, angekündigt stets in einem freundlichen Deutsch-Englisch-Gemisch, könnte man fast schon als Pop Jazz bezeichnen: Schnell gehen die Stücke des zweiten Albums “Premiere Nouvelle” ins Ohr und erinnern vielerorts an die verspielten Tastenjazzer Tord Gustavsen oder Lenni-Kalle Taipale. In der Konzertankündigung wurden gar Vergleiche zum verstorbenen Esbjörn Svensson gezogen… und ganz so unrecht hatte man auch hiermit nicht. Speziell gegen Ende hin wurde die Musik verträumter und zog in einen homogenen Sog aus subtiler Perkussion und leichtfingriger Herbsttänzelei. Insbesondere den Tastenfronter selbst hat es emotional vollkommen weggetragen: Kindlich verspielte Mimik mit lebhaftem Blick, offenem Mund und freudigen Zuckungen durch den ganzen Leib… Sein Bassist litt, sang einzelne Töne mit den Lippen mit, zauberte Walking Bass-Läufe mit einem unglaublich leichten, gefühlvollen Anschlag auf seinen Fender Jazz Bass…
Neugierig auf die Konzerte geworden? Mit Chosy bekommen 2 Leute zum Preis von einer Eintritt. Jazz your ass!
Die kommenden Konzerte und Sessions im Überblick (Text jeweils von weltecho.eu übernommen):
06.11.2009 jazz your ass.konzert:
Simon Bodensiek Quartett (Berlin/ Leipzig)
Im Mittelpunkt des Spielgeschehens stehen die Eigenkompositionen der vier Musiker aus Leipzig und Berlin.
Popsonghaftes kontrastiert mit klassischen Bluesformen, energetischer Up-Tempo-Jazz steht flächigen Balladen gegenüber.
Und wie stets im Jazz gibt es viel Platz für Improvisation und Interaktion. Frontmann Simon Bodensiek gehört zur neuen Generation von Saxophonisten, die ganz unverschämt den Sprung über die Genregrenzen zwischen World, Blues, Soul, Jazz, Funk und Pop wagen und damit Erfolg haben.
Ferenc Mehl-Schlagzeug
Christian Sievert-Kontrabass
Bastian Ruppert-Gitarre
SImon Bodensiek-Saxophon
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20.11.2009 jazz your ass.spezial:
Five Corners Quintet (Helsinki)
Das finnische Five Corners Quintet knüpft an die Heroen der fünfziger Jahre an, wie Cannonball Adderley Art Blakey, Les McCann und Horace Silver, die den Soul und die Funkyness für den Jazz entdeckt hatten. Im Studio wird viel mit Sampler & Co. getüftelt – wie es etwa auf den Einspielungen zum 2008 erschienenen zweiten Album „Hot Corner“ zu hören ist. Im Konzert präsentiert sich die von dem Komponisten und Produzenten Tuomas Kallio initiierte Unternehmung indes als hervorragendes akustisches Jazzquintett.
Atemberaubend ist das Niveau. Hier ist jeder ein hochkarätiger Solist, im Zusammenspiel schlackert nichts. Dabei geht es nicht um individuelle Selbstdarstellung, sondern vielmehr um einen vielgesichtigen Ensembleklang.
„Dieser Jazz erzeugt unbeschwerte Amüsements und braucht sich aber deshalb vor einem hohen Kunstanspruch noch lange nicht zu verstecken.“ (Frankfurter Rundschau)
Jukka Eskola, Trompete und Flügelhorn
Timo Lassy, Tenorsaxofon
Mikael Jakobsson, Klavier
Antti Lötjönen, Bass
Teppo Mäkynen, Schlagzeug
Anhören: www.myspace.com/thefivecornersquintet
Vorband: Fundamentale Rhythmusmaßnahme
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06.12.2009 Jazz your ass.konzert
The sconemakers (Hamburg/ Leipzig)
Ausgehend von den unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen der einzelnen Musiker formierte sich das Quartett im Herbst 2006, um im kammermusikalischen Kontext die Kompositionen und Arrangements von Johannes Moritz und Florian Kästner zu erarbeiten. Klangästhetik, klassischen Kompositionsstrukturen und melodische bis freie Improvisationen kennzeichnen das Quartett. Die musikalischen Einflüsse reichen vom Impressionismus über Cool Jazz bis hin zu europäisch geprägtem Modern Jazz. Klare thematische Melodien werden über komplexe harmonische Strukturen gelegt und in den Improvisationen ausgebaut oder verfremdet. Das individuelle Spiel jedes Einzelnen schafft dabei ständig Raum für neue musikalische Möglichkeiten, die sich offen und uneingeschränkt entwickeln können.
Bandleader und Saxophonist Johannes Moritz war Preisträger des „Leipziger Jazznachwuchspreises“ im Jahr 2007.
Johannes Moritz-sax
Florian Kästner-piano
Sascha Paul Stratmann- bass
Andreas Brandis-drums
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11.12.2009 jazz your ass.spezial:
London Horns (London)
Mit Barnaby Dickinson (Posaune), Graeme Flowers (Trompete) und Graeme Blevins (Saxophon) bestehen die „London Horns“ aus drei der derzeit gefragtesten Musiker Großbritanniens, die mit einem Mix aus Jazz, Soul und einer gehörigen Portion Energie ihren ganz eigenen Sound entwickelt haben. Mittlerweile hat die Band mit der Creme de la Creme des internationalen Musikbusiness gearbeitet, darunter Quincy Jones, Kylie Minouge, Amy Winehouse, Guy Barker, Kelly Rowland, The Script, Simply Red sowie Kyle und Clint Eastwood.
Bei ihren eigenen Live-Konzerten werden die „London Horns“ von einer ebenso talentierten Rhythm-Section und Gesang unterstützt. In London waren alle Konzerte bisher restlos ausverkauft, Publikum und Kritiker waren ausnahmslos begeistert. Im Dezember wollen Graeme, Barnaby und Ben nun das deutsche Publikum erobern.
Graeme Flowers – Trompete
Ben Grossmann – Saxophon
Barnaby Dickinson – Posaune
Anhören: www.myspace.com/londonhorns
Vorband: Fundamentale Rhythmusmaßnahme
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29.01.2010 „71 Jahre Blue Note records“
Live und aus der Konserve
Im Januar 1939 fand die erste Aufnahme für jenes Label statt, das Alfred Lion zusammen mit Max Margulis unter dem Namen Blue Note Records gegründet hatte.
Wir gratulieren mit einem musikalischen Ständchen Live von der Bühne und aus der Konserve und servieren die Lieblingscocktails von Ornette, Miles, Eric, Wayne, Herbie und all den anderen.
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05.02.2010 triOzean
Das Trio um die aus Russland stammende Pianistin Olga Nowikow gründete sich im November 2006. Gemeinsam mit den Musikern Krishan Zeigner (Schlagzeug) und Lars Födisch (Bass) nahm die Band 2008 ihr Debut-Album „Polar“ auf. Mit diesem Album sind sie jetzt auf Tournee durch ganz Deutschland. Sie bezeichnen ihre Lieder als Crossover Jazz, also Jazz- Musik mit einer Note Pop und einer Prise Klassik. Die Musik von „triOzean“ liefert Stoff zum Träumen und schafft es, den Zuhörer auf eine Reise durch Berge und Täler, Wälder, Flüsse und Meere der Musik mitzunehmen.
Anhören: http://www.myspace.com/triozean
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19.02.2010 Anthony Strong
Anthony Strong, Pianist und Sänger aus London stellt sein Debütalbum „Guaranteed“ erstmalig in Deutschland vor. Trotz seines jungen Alters – er ist gerade 25 Jahre jung – ist er auf der Bühne bereits ein alter Hase. Nach etlichen Shows für andere u.a. an der Seite von Michael Bolton, Charlotte Church und Beverly Knight will er nun mit seiner eigenen Musik – ein Mix aus Jazz, Blues, Pop und Soul – das Publikum begeistern.
Soviel sei gesagt: Wer Jamie Cullum mag, der sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen!
Anhören: http://www.myspace.com/anthonystrongmusic
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05. 03. 10 21:00 Tripol
TRIPOL, das sind Marcus Horndt (Klavier), Andreas Schnittger (Schlagzeug) und Jacob Müller (Bass), ein akustisches Jazz-Trio, das offen für alle Spielarten ist – von etwas schräg über fast schön bis manchmal laut. Seit dem Jahr 2000 spielen sich die Drei durch Konzerte, Radiosendungen (BR2, MDR) und Aufnahmesessions.
Inspirationen finden sie immer wieder bei stundenlangen Improvisationen. Immer auf der Suche nach dem eigenen Sound festigen sie ihr Zusammenspiel. Dabei entstehen spezielle Ohrwurm-Melodien und markante Stimmungen, aus denen die Band neue Kompositionen schöpft. Dabei bringt der musikalische Background jedes Einzelnen jede Menge Farbe ins Spiel.
Im März 2007 erschien ihr aktuelles Album „Brutal schön“. Wie der Titel verheißt, so klingen die Kompositionen – vornehmlich aus der Feder von Marcus Horndt – manchmal brutal, meist schön, immer TRIPOL.
Marcus Horndt – Klavier
Andreas Schnittger – Schlagzeug
Jacob Müller – Bass
Anhören: http://www.myspace.com/tripolrockt
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18.03.2010 TIM COLLINS und Band – spezial
Am heutigen Abend steht das Vibraphon im Mittelpunkt der Bühne. Der New Yorker Tim Collins gehört zu den grossen Talenten dieses immer noch relativ selten gehörten Instruments. Er stand in der Vergangenheit an der Seite zahlreicher namhafter Musiker aus der Jazz, Rock, Latin, R&B und Klassischen Musikszene wie Dave Liebman, John Abercrombie, Hilton Ruiz, Brian Seeger und der Trompeterin Ingrid Jensen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt über ihn:“Tim Collins sorgt mit seinen harmonisch dichten Begleitungen auf dem Vibraphon für eine flüchtige manchmal weltenftrückte Poesie“ Auf seiner Europatournee stellt er sein aktuelles Album „Fade“ vor.
Tim Collins (Vibraphon)
Davy Mooney (Gitarre)
Linda Oh (Bass)
Paul Wiltgen (Schlagzeug)
Anhören: http://www.timcollinsmusic.com
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09.04.2010 Abert Vila
Als Studenten in Amsterdam bzw. Brüssel lernten sich Albert Villa und Robert Menzel auf Sessions in Holland und Belgien kennen und beschlossen, ein gemeinsames Projekt aus der Taufe zu heben. Zwischenzeitlich haben die beiden ihre eigenen Bands gegründet und tourten mit unterschiedlichen Projekten. Albert Vila lernte noch bei John Scofield, Mike Stern und John deJohnette – Robert Menzel bei David Liebman, Chris Speed und Bill McHenry.
Unterstützt werden die beiden von einer pulsierenden Rhythmusgruppe mit Andreas Pichler am Schlagzeug und Rodolfo Paccapelo am Bass.
Albert Vila – Gitarre
Robert Menzel – Saxophon
Rodolfo Paccapelo – Bass
Andreas Pichler – Schlagzeug
Anhören: http://www.myspace.com/albertvila