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Der Schlüpfermarkt lebt

8. September 2009 1 Min. Lesezeit Chemnitz lebt Redaktion
KURZ EINGEORDNET

Bevor wir tiefer einsteigen: Hier kommt der schnelle Überblick für alle, die sofort wissen wollen, worum es geht.

  • Warum das Thema gerade spannend ist
  • Für wen sich der Tipp wirklich lohnt
  • Was man schnell mitnehmen kann

Nur knapp 50 Euro und 50 Cent unterhalb der üblichen Geschäfte liegt aller vier Wochen das Preisniveau in der Chemnitzer Innenstadt. Denn kauft man zwei der sächsischen BHs, bekommt man sie sogar für 10 Euro. Solche Angebote gibt es natürlich nur auf dem Schlüpfermarkt, der einmal im Monat die Innenstadt zu einem perfekten Kitschparadies macht. Hier gibt es Waren, die man maximal noch im Wende-Museum vermutet hätte.

Gestern vormittag habe ich mich durch die Innenstadt gekämpft: vorbei an schlüpfrigen Unterwäscheständen, noch nie gesehenen Tischdeckenwelten (Wachsdecken 5m für 5 Euro!), ollen Pantoffeln und Hüten, nicht mal klaubaren „Gold“uhren und allerlei anderem „Altmaterial“. Bevölkert von pöbelnden Betrunkenen, umgeknickten Plastikblumen, Verkäufern mit Sprüchen wie „Nach was schaust du denn, du zartes Reh?“ sowie unfreundlich dreinschauenden Zeitungsverkäufern. Nach einer gefühlten Ewigkeit fand ich den Ausgang aus diesem Wühltischwahnsinn, zieht sich der Markt doch vom Rosenhof über die Innere Klosterstraße hin. Der Wochenmarkt mit Obst-/Gemüseständen und Pflanzenverkauf ist mir da wirklich sympathischer und erscheint in dieser Hinsicht wesentlich markttypischer und ausgewogener in seinem Angebot.

Geschmäcker sind verschieden, aber wer schwache Nerven hat, sollte die nachfolgenden Bilder bitte nicht vor dem Schlafengehen anschauen. Versprochen?

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