Zwei Räder, ein Motor und einige Teile mehr: das sind für uneingeweihte Personen die Produkte von MZ. Für die Fans jedoch sind die beiden Buchstaben und Typenbezeichnungen wie ETZ, ES und RT magisch. Diese Verbundenheit der Fahrer und die Hoffnung auf einen Neuanfang im Werk prägten die Stimmung auf dem Marktplatz Zschopau vergangenen Samstag. Das Motto: Zschopau lebt! MZ lebt! Gefeiert wurden die Pläne der Neueigentümer Ralf Waldmann und Martin Wimmer zur Aufnahme der Produktion diverser Serien. Die traditionsreiche Marke hat mit den zwei Ex-Rennfahrern wohl auch zwei Fans als Eigentümer gefunden, die das fortführen wollen, was Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Dänen Rasmussen und später DKW begann. Mit viel Leidenschaft trugen sie ihre Pläne vor, die etwa 3000 Zuschauer jubelten und applaudierten. In der Luft roch man Öl und Abgase, klassische Modelle fuhren mit Rennsound ihre Runden.

In Zukunft soll es auch umweltfreundliche Roller von MZ geben, was eigentlich ein ideales Fortbewegungsmittel für das hügelige Chemnitz wäre. Darauf warten müssen wir noch eine Weile: Zwar soll die Produktion in maximal vier Monaten (u.a. mit der 125er-Baureihe) wieder starten, vorher braucht es aber Darlehen. Wir wünschen dem einst weltgrößten Motorradwerk viel Durchhaltevermögen und Erfolg.
Modern starten die MZ Motorenwerke Zschopau auch im Internet mit eigenem Blog.
Kleine Presseschau:
- die Freie Presse sieht Hoffnung und betrachtet auch die Schattenseiten,
- N-TV berichtet über den „Überlebensplan“,
- beim MDR gibt es einen Radiobeitrag.
Chemnitz lebt! war bei MZ lebt! natürlich auch dabei, die Fotos findet ihr in der Galerie.
